Doppelschlag besiegelt die Zeller 0:2-Niederlage

Zell. In einem, vor allen Dingen in der ersten Hälfte, höhepunktarmen Spiel, musste sich der Tabellenvierzehnte SG Zell/Bullay/Alf der ebenfalls nicht gut aus den Startlöchern gekommenen SG Ruwertal, vor dem Spiel Zwölfter und nun Zehnter, mit 0:2 (0:0) geschlagen geben. Entscheidend waren die schlechte Chancenverwertung von Zell und die Effizienz von Ruwertal. Damit bleibt Zell weiterhin tief im Keller, während Ruwertal ins Mittelfeld klettert.

 

Am Anfang der Partie waren beide Mannschaften darauf bedacht, hinten gut zu stehen und nichts zuzulassen. Der erste nennenswerte Torschuss datierte aus der 20. Minute, als sich Lorenz Budinger gut gegen einen Gegenspieler durchsetzte, aber sein Schuss durch die Fußspitze eines Abwehrspielers noch am Tor vorbeigelenkt wurde. Auch Zells Torjäger Markus Boos hatte kein Abschlussglück: Erst schoss er aus spitzem Winkel ans Außennetz (26.) und dann fiel eine Hereingabe von ihm nur von oben auf die Latte (29.). Die erste Chance für die Gäste gab es in der 42. Minute, als ein Schuss von Kapitän Maximilian Herres nur knapp am Winkel vorbeiflog.

Pünktlich zur zweiten Halbzeit kam Zells Stürmer Benny Wiersch von einem Lehrgang und durfte auch direkt mitwirken. Doch die Tore erzielten andere. In der 56. Minute ging Ruwertal mit 1:0 in Führung. Marco Schuh nahm den Ball im Strafraum mit der Brust an und schoss ihn von halblinker Position aus elf Metern ins lange Eck. Nur zwei Minuten später der nächste Nackenschlag für die Zeller: Pascal Neumann zog über außen an seinem Gegenspieler vorbei und legte den Ball zurück auf Fabian Regel, der nur noch einschieben musste.

Nun war Zell gefordert und Chancen waren auch da, doch Boos und Wiersch scheiterten aus kürzester Distanz entweder am starken Torwart Felix Kloy oder es fehlte ihnen ein Stück Genauigkeit (64., 70., 84.). Insgesamt war es jedoch zu wenig, was Zell versuchte, um noch zum Ausgleich zu gelangen.

Zells Trainer Özgur Akin war nach dem Spiel enttäuscht: „Die erste Halbzeit war ja noch gut, wir müssen nur unsere Chancen nutzen. Aber in der zweiten Halbzeit hat es bei einigen Leuten an Wille, Einsatz und Laufbereitschaft gefehlt und dann gewinnst du eben nicht. Ruwertal wäre definitiv schlagbar gewesen.“ Sein Ruwertaler Trainerkollege Jan Stoffels hatte logischerweise bessere Laune: „Aufgrund der Personalsituation bin ich vor allem mit der Leistung der Ergänzungsspieler, aber auch mit der des gesamten Teams sehr zufrieden. Wir haben hinten wenig zugelassen und taktisch gut gespielt, vorne waren wir dann natürlich eiskalt. Ich denke, der Sieg war nicht unverdient.“

 

 

Quelle: Rhein-Zeitung