Leiwens Lex trifft Zell spät ins Mark

Bullay. Der kurzfristige Umzug des West-Bezirksligisten SG Zell/Bullay/Alf auf den engen Bullayer Rasen hat sich nicht bezahlt gemacht: Die Fußballer von der Mosel verloren gegen den SV Leiwen-Köwerich mit 1:2 (0:1). Das lag aber am wenigsten am Untergrund, wie Zells Trainer Özgür Akin fand.

„Wir haben die erste Halbzeit total verpennt und konnten froh sein, dass wir nicht höher zurückgelegen haben“, ärgerte sich der SG-Trainer. Und der ärgerte sich nicht nur darüber, sondern auch über die Vorbereitung des einen oder anderen Spielers auf die Partie. Seine Konsequenz: Er ließ die Youngster Marcel Michalski und Dominik Binz von Beginn an draußen. „Aus disziplinarischen Gründen“, wie Akin erklärte, mehr wollte er dazu nicht sagen. Da auch Tobias Lauterborn verletzt passen musste und Jochen Köhler wegen seiner Hochzeit fehlte, waren einige Umstellungen angesagt. Die führten auch dazu, dass die ersten 45 Minuten die weitaus schwächeren der Gastgeber waren. In der Nachspielzeit von Durchgang eins bestrafte das der Leiwener Heiko Schmitt und traf zum 1:0-Halbzeitstand.

Nach der Pause war zumindest für Binz die „Bankstrafe“ beendet, er kam rein für Likhwa Lehmen und ging in die Inneverteidigung. Dini Hajdari wechselte von dort aus ins zentrale Mittelfeld und fortan bestimmte Zell das Spiel. Die Chancen häuften sich mit zunehmender Dauer und nach 73 Minuten traf Lorenz Budinger zum verdienten Ausgleich. Bei einem Kopfball Budingers hatte Akin schon den Torschrei auf den Lippen, aber Leiwens Keeper Sebastian Dahm parierte großartig. Das schaffte Zells Dominic Materna in der Nachspielzeit der Partie nicht. Noch einmal gab es Eckball für die Gäste. „Dominic sagte, er hätte den Ball haben müssen“, berichtete Akin, „aber das ist schwer zu beurteilen.“ Pascal Lex war das egal. Er köpfte den Siegtreffer für sein Team, durch den der SV die Zeller in der Tabelle überholte und auf Platz sechs verdrängte.

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