Männer-HKM im Kreis Mosel benötigt Reform

Zell. Bei der Futsal-Hallenmeisterschaft (HKM) im Fußballkreis Mosel in der Sporthalle in Zell-Kaimt standen in diesem Jahr zwei Cochem-Zeller Vereine ganz oben. Im Finale wurde Bezirksligist SG Zell/Bullay/Alf seiner Favoritenrolle gerecht und besiegte den SV Blankenrath I klar mit 4:0 und wiederholte damit seinen Erfolg aus dem Vorjahr. Nach der Vorrunde lag Zell I in der Gruppe A nach zwei Siegen und dem 3:3 gegen TuS Kröv I nur aufgrund des besseren Torverhältnisses punktgleich vor dem A-Ligisten. Die Gruppe B dominierte Blankenrath I ohne Punktverlust. Im Halbfinale gegen A-Ligist SG Burgen/Veldenz I (Zweiter Gruppe B) tat sich Zell lange schwer, lag mit 0:1 zurück und scheiterte immer wieder an Florian Michels, dem besten Torwart des Turniers. Letztendlich war es dann doch die Routine, die sich durchsetze. Dini Hajdaris abgefälschter Ball und das Tor von Jürgen Iancu verhalfen zum mühsamen 2:1 und dem Einzug ins Endspiel gegen Blankenrath, das mit einem überragenden Nico Span in seinen Reihen Kröv I mit 3:0 besiegte. Mit seinen beiden Halbfinaltoren wurde Span mit sechs Treffern bester Torschütze. Das dritte Kröver Gegentor resultierte aus einem Eigentor des Bullayers Duwaine Nahlen.  Im Endspiel dauerte es dann nicht lange, bis der Titelverteidiger das Heft des Handelns in die Hand nahm. Nils Kiesewetter eröffnete beim 4:0 den Torreigen und schloss ihn auch ab. Die beiden anderen Tore machten Markus Boos und Lorenz Budinger, die beide damit auf fünf Treffer kamen. „Zell war einfach besser“, kommentierte Blankenraths Torwart und Spielertrainer Stefan Heyer kurz und knapp das Spiel. Sein Gegenüber Özgür Akin war zufrieden: „Ich bin froh, dass wir keine Verletzten haben und im Finale doch deutlich den Klassenunterschied ausspielen konnten. Und das gegen einen Gegner, der sich im Turnierverlauf vorher bärenstark gezeigt hatte.“ Ein großes Manko der HKM war die dünne Teilnahme von nur acht Mannschaften aus gerade mal vier Vereinen. Blankenrath, Burgen, Kröv und Zell stellten jeweils zwei Mannschaften, der angekündigte SV Grosslittgen war ohne Entschuldigung erst gar nicht an die Mosel gekommen. Kein Wunder, dass sich Kreissachbearbeiter Vinzenz Klein große Gedanken um die HKM macht und dabei als Vorbild immer das gestrige Masters aus dem Nachbarkreis Hunsrück/Mosel im Blick hat. „Die Futsal-Regeln in der Halle passen vielen Vereinen nicht. Turniere ohne dies Regeln dürften gar nicht mehr genehmigt werden, leider ist das bei uns aber noch so. Vielleicht haben die großen Vereine untereinander auch Berührungsängste. Auf unserer Arbeitstagung am 23. Februar wird dieses Thema auf jeden Fall zur Sprache kommen.“ Hochklassige Mannschaften für eine interessante Meisterschaft hat der Kreis Mosel zweifelsohne – angefangen mit Oberligist FSV Salmrohr, dem Rheinlandligisten SV Morbach und neben Zell noch weitere fünf Bezirksligisten. Zells Sportlicher Leiter Mehmet Akin sieht den Verband etwas in der Pflicht. „Es gibt doch genug Mannschaften, um auch bei uns ein Masters auf die Beine stellen zu können. Ich kenne sogar Sponsoren, die sich einbringen würden.“ Blankenraths Heyer, der in Kastellaun wohnt und das Masters aktiv aus seiner Zeit als Spieler in Karbach kennt, meinte nur: „Das hier ist einfach nur traurig und schade.“ Siegertrainer Akin sagte: „Wir machen doch nur mit, weil wir Ausrichter sind. Ich persönlich lege auf die Halle keinen großen Wert.“ Trotzdem muss er mit seinem Team nochmals in der Halle ran. Als Meister vertritt es die Mosel-Farben am 8. Februar bei der Futsal-Rheinlandmeisterschaft in Andernach.

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