Zell bleibt nach 0:1 in Stadtkyll Letzter

Stadtkyll. Vier Spiele, ein mickriger Punkt, letzter Tabellenplatz in der Fußball-Bezirksliga West, dazu das Aus im Rheinlandpokal gegen zu Hause gegen Sargenroth – und nun am Samstag das 0:1 (0:0) bei der SG Schneifel Stadtkyll. Für die SG Zell/Bullay/Alf ist der Saisonstart endgültig verpatzt. Wobei die Leistung in Stadtkyll mit all‘ seinen Begleitumständen zumindest Hoffnung auf den ersten Sieg macht. Eingefahren werden soll er am Freitag um 20 Uhr auf dem Zeller Kunstrasen gegen Bitburg, die Partie wurde von Samstag vorverlegt. Ganz anders stehen die Aktien übrigens für die Gastgeber um den ehemaliger Ellscheid-Coach Jörg Stölben. Durch das 1:0 haben sie zehn Punkte auf dem Konto und stehen dort, wo Zell auch gerne stehen würde – in der Spitzengruppe. Zehn Punkte haben die Schneifler, neun mehr als ihr Gegner vom Samstagabend.

Entschieden wurde die Partie in der Eifel in der 51. Minute. Bezeichnenderweise für die Zeller Situation war es ein Eigentor. Mehmet Akin, der Sportliche Leiter der Gäste, hatte die Situation so gesehen: „Nils Kiesewetter hatte den Ball an der Mittellinie verloren, dann sind die Stadtkyller auf unser Tor zu, den ersten Schuss hat Dominic Materna noch stark gehalten.“ Dann kam der zweite Schuss, der abgewehrt wurde, dann ging es hin und her, bevor wohl Dominic Binz als letzter am Ball war und ins eigene Netz traf. „Sonst war eigentlich in der zweiten Hälfte nicht viel los“, sagte Akin und bedauerte die Tatsache, dass die Elf von Özgür Akin nicht wenigstens einen Punkt mitgenommen hat. Denn: „Wir hatten in der ersten Hälfte auch unsere Chancen. Jochen Köhler hat zwei schöne Dinger abgelassen und Markus Boos den Pfosten getroffen. Insgesamt wäre ein Punkt verdient gewesen, es war eines der besten Spiele in dieser Saison.“ In der die Zeller freilich auch noch nicht viele gute gemacht haben. „Der Start war in der Tat grausam“, sagt Mehmet Akin, „das ist enttäuschend. Aber wir wurden bis jetzt ja nie abgeschossen und ich bin mir sicher, dass wir uns wieder fangen. Wir brauchen ein Erfolgserlebnis. Die Mannschaft hat sich ja eigentlich nicht großartig verändert.“ Aber Özgür Akin musste diese Mal basteln, denn er musste auf den einen oder anderen Leistungsträger verzichten. Der Sportliche Leiter Mehmet Akin hofft, dass die Mannschaft bald komplett spielen kann, denn in Stadtkyll fielen mit dem polnischen Neuzugang Marvin Staniek (Fieber) sowie Fabian Köhler und Marcel Michalski (beide verletzt) wichtige Stützen aus. Dadurch saß einer auf der Bank, der dort lange nicht mehr saß: der ehemalige Bremmer Spielertrainer und Ex-Zeller Ramazan Önüt. „Rama hat seinen Pass jetzt wieder bei uns, er macht so bisschen als Standby-Spieler, wenn wir ihn brauchen. Wenn alle da sind, ist das nicht nötig. Aber momentan für mal ein wenig Ruhe ins Spiel zu bringen, kann er sicher mal helfen“, sagt Mehmet Akin. Ruhe kann die SG auf alle Fälle gebrauchen.

Zell: Materna – Martel (84. Mernica), Binz, Taifun Akin (84. R. Reinisch), J. Köhler, Hajdari, Iancu, Kodra, Kiesewetter, Wiersch (68. Budinger), Boos.

Nächste Aufgabe für Zell: am Freitag (20 Uhr) in Zell gegen Bitburg. mb

 

Quelle: Rhein-Zeitung