Zell: Boos-Elfer bringt den „dreckigen“ Sieg

Trier. Manchmal können auch unschöne Siege schön sein. So wie das 1:0 (0:0) der SG Zell/Bullay/Alf in der Fußball-Bezirksliga West bei der DJK St. Matthias Trier. Denn ein Leckerbissen war die Partie der beiden Mannschaften nicht. Den Gästen war es egal, sie siegten durch ein Elfmetertor von Markus Boos nach einer Stunde und überholten die DJK in der Tabelle. Zell ist nun Elfter mit zwölf Punkten, Trier liegt mit neun Zählern auf dem drittletzten Rang. SG-Trainer Özgür Akin war daher etwas zwiegespalten, aber letztlich freuten auch ihn die drei Punkte mehr als das Zustandekommen: „Fußballerisch war das nicht gut, da können wir sicher noch drauflegen. Man hat beiden Mannschaften angemerkt, dass sie wenig Punkte haben und verunsichert sind. Es war sehr zweikampfbetont, es hätte hier und da sicherlich auch eine Gelb-Rote Karte geben können.“ Der Schiedsrichter beließ es aber bei Verwarnungen. In der entscheidenden Szene der Partie lag er auf jeden Fall richtig, wie Akin berichtete. Zell bekam einen Freistoß zugesprochen, nach einer einstudierten Variante mit einem Kurzpass an der Mauer vorbei, kam der Ball zu Boos, der von seinem Gegenspieler von den Beinen geholt wurde. Boos schnappte sich den Ball als Gefoulter selbst und verwandelte zum 1:0. Es war der Siegtreffer für die Gäste, die wie gesagt keinen Fußball zelebrierten, dafür aber die Zweikämpfe annahmen und auch oft gewannen. Wichtig war dabei neben der sattelfesten Innenverteidigung, die erneut Jürgen Iancu und Marcin Staniek bildeten, das starke Mittelfeldzentrum um Kapitän Dini Hajdari, Marcel Michalski und Dominik Binz. „Sie haben die Zweikämpfe in der Mitte gewonnen, das war sehr wichtig“, sagte Akin. Es kamen zwar immer wieder Abspielfehler dazu, allerdings gab es weder hüben noch drüben hochkarätige Chancen nach Ballverlusten. So war es fast schon logisch, dass es eine Standardsituation war, die die Partie entschied. „Es war ein dreckiger Sieg. Aber das ist mir auch mal lieb, nachdem wir am Anfang immer nur gelobt worden sind, aber nichts geholt haben“, sagte Zells Trainer. Zell: Materna – Michalski (73. Budinger), Binz, Staniek, J. Köhler, Hajdari, Iancu, Kodra, Kiesewetter (83. Taifun Akin), Wiersch, Boos. Nächste Aufgabe für Zell: am Sonntag (14.30 Uhr) in Zell gegen Dörbach