Zell erhält Lob, schießt aber beim 0:0 kein Tor

Die Worte des gegnerischen Trainers Bernd Körfer nach dem Abpfiff beschreiben zutreffend nicht nur das Spiel, sondern auch den Auftritt der Elf von Trainer Özgür Akin „Das war definitiv ein glücklicher Punkt für uns, den wir aber gerne mitnehmen. Ich kenne Zell ja aus der letzten Saison, jetzt sind sie nach dem schlechten Saisonstart da, wo sie mal waren. Sie sind mannschaftlich sehr stark, spielerisch richtig gut und haben eine stabile Abwehr, aus der heraus sie heute auch agiert haben“, so die Meinung von Körfer. Kein Wunder, dass sein Gegenüber deshalb den verlorenen zwei Punkten nachtrauerte, seiner Mannschaft aber keinerlei Vorwürfe für die Nullnummer machte. „Natürlich müssen wir das Spiel gewinnen, weil wir klar besser waren und im zweiten Abschnitt Dörbach dominiert haben“, sagte Akin. Einen Grund für die mögliche Torflaute hatte er aber ausgemacht. „Dörbach ist als Spitzenmannschaft angereist und deshalb haben wir hinten tief gestanden. Vielleicht hat uns so nach den längeren Wegen in die Spitze dort letztendlich die Kraft zum erfolgreichen Abschluss gefehlt.“ Zum Spiel selbst: Es begann abtastend von beiden Seiten, man merkte beiden Teams den gegenseitigen Respekt an. Die Abwehrreihen auf beiden Seiten standen gut und gegen die langen Kerle in der Dörbacher Defensive brachten hohe Bälle gar nichts. Die erste erwähnenswerte Aktion hatten die Gastgeber, aber Markus Boos setzte eine Hereingabe von Marcel Michalski neben den Kasten (8. Minute). Danach war das Spiel weiter sehr ereignisarm und spielte sich überwiegend im Mittelfeld ab. Keine Mannschaft tat der anderen weh. So ab der 25. Minute sah man dann allmählich ein leichtes Zeller Übergewicht, aber die Bälle in die Spitze waren zu ungenau und Stürmer Benny Wiersch wirkte in vorderster Front oft wie ein Fremdkörper. Die größte Chance offenbarte sich dann dem über links ständig agilen Jochen Köhler kurz vor der Pause nach einem erneuten Ball von Michalski. Köhlers Abschluss landete aber am Außennetz (43.). Nach Wiederanpfiff entwickelte sich dann eine fast einseitige Begegnung immer in Richtung Gästetor. Die Qualität der Zeller Angriffe nahm stetig zu und es kamen einige gute Einschussmöglichkeiten dabei heraus, denen immer aber irgendwie der zündende Funke fehlte. Wie Jochen Köhler über links trieb auf der rechten Außenbahn der quirlige Matthias Kodra das Angriffsspiel an, blieb mit seinen vielen Zuspielen in die Spitze aber auch glücklos. Dennoch erhielt er von seinem Coach ein Lob. „Matthias war heute einer der Spieler, die richtig stark gespielt haben. Ich freue mich natürlich darüber, erwarte es aber auch. Denn nur dann können wir wieder dorthin kommen, wo wir eigentlich hingehören.“ Und das ist nicht nur nach Akins Meinung in Platz weiter oben in der Tabelle.