Zell fehlt die Kraft beim verdienten 1:4 in Ellscheid

Strohn. Nach den starken Auftritten gegen die beiden Top-Teams der Bezirksliga West – Irsch und Ruwertal – war bei den Fußballern der SG Zell/Bullay/Alf irgendwie die Luft raus. Das Resultat war eine verdiente 1:4 (1:2)-Niederlage auf dem Strohner Kunstrasen gegen die SG Ellscheid. Problematisch war schon vor dem Beginn, dass Führungsspieler Dini Hajdari wegen Magenproblemen fraglich war. „Ich habe Dini trotzdem aufgestellt, aber es war so ein wenig ein Knackpunkt, denn Dini kam wegen seinen Problemen nicht richtig ins Spiel.“ Und damit ging den Zeller ein Stückweit Aggressivität ab, denn Hajdari ist gemeinhin der, der mit seinem Zweikampfverhalten entscheidende Impulse setzen kann. „Wir wollten vorne draufgehen, aber wir sind da gar nicht hingekommen“, gestand Akin. Ellscheid wählte eine komplett andere Taktik und griff erst ab der Mittellinie an. „Das hat die Jungs schon etwas erstaunt, damit hatten wir nicht unbedingt gerechnet“, sagte Akin. Die Ellscheider Marschroute ging auf und bereits nach neun Minuten traf Christian Sicken zum 1:0 für die Gastgeber. Zell kam danach ein wenig besser in die Partie und glich nach 42 Minuten durch einen Lupfer von Fabian Köhler über Ellscheids Keeper Daniel Neisius aus. Aber anstatt dieses Remis mit in die Pause zu nehmen, leisteten sich Dominik Binz, Marcel Michalski und Torwart Daniel Konrath einen Schnitzer. Binz und Michalski klärten einen Ball nicht, Konrath schnappte ihn sich auch nicht – das nutzte Kai Gayer zum 2:1 in der dritten Minute der Nachspielzeit aus. „Das Tor war aber typisch für unser Spiel“, wusste Zells Trainer, „es ist blöd gefallen und zu einem ungünstigen Zeitpunkt.“ Wer weiß, ob es Tobias Lauterborn verhindert hätte, aber der Innenverteidiger musste nach 35 Minuten vom Feld. Er war mit seinem Gegenspieler bei einem Kopfballduell zusammengerasselt und musste mit Verdacht auf Nasenbeinbruch runter. Für ihn kam Martin Muders auf rechts, Michalski rückte in die Innenverteidigung.

In der zweiten Hälfte probierte Zell zwar noch das eine oder andere nach vorne, aber die Tore schossen die Ellscheider – und zwar durch Gayer (48.) und Markus Bauer in der 81. Minute. Akins Fazit: „Außer Fabian und Jochen Köhler sowie nachher Moritz Hoffmann hatte keiner Normalform. Aber nach so zwei starken Spielen darf man auch mal verlieren.“ Ellscheid ist jetzt Zweiter, Zell Fünfter.

Zell: Konrath – Michalski, Lauterborn (35. Muders), Binz, J. Köhler, Hajdari (59. Lehmen), F. Köhler, Hoffmann, Budinger, Kiesewetter (82. Tas. Akin), Boos.

Copyright © Rhein-Zeitung 2014