Zell: Ohne Iancu gegen Stölben-Elf

Zell. Nach dem überzeugenden 3:1 in Buchholz will die SG Zell/Bullay/Alf zu Hause einen Sieg folgen lassen. Allerdings wird die Aufgabe am Sonntag um 14.30 Uhr keine einfache, denn die SG Schneifel-Stadkyll ist gut aus der Winterpause gekommen, was auch an ihrem neuen Trainer liegen dürfte. Der ist kein Unbekannter in der Region, denn Jörg Stölben trainierte jahrelang die Alfbachtaler von der SG Ellscheid, die derzeit als Zweiter noch Aufstiegschancen haben. In der Rheinlandliga waren Stölben und sein Trainerpartner Uwe Schüller Zeller Konkurrenten. Zuletzt waren Stölben/Schüller beim FSV Salmrohr tätig, wo sie als Vorgänger des jetzigen Trainers Paul Linz versuchten, den zwischenzeitlich ins (finanzielle) Schleudern geratenen Traditionsverein über Wasser zu halten. Beide hörten dann aber beim FSV auf – und Stölben übernahm im Winter die Stadtkyll/Auwer.

Wie gut der Zeller Gegner allerdings wirklich ist, wird sich wohl erst am Sonntag auf dem Kunstrasen an der Mosel weisen, denn die zwei Siege nach der Winterpause erzielte Schneifel gegen Schlusslicht Mehring II, bei dem es drunter und drüber geht und Neu-Coach Thomas Sandner bereits wieder aufgehört hat. Sandner folgte auf Michael Fleck, der kurz vor Ende der Wintervorbereitung die Brocken hingeschmissen hatte. Und der andere Dreier gab es in Thomm beim Drittletzten. Zells Trainer Özgür Akin rechnet auf jeden Fall mit körperlich robusten Gästen, die mit Christoph Fuhrt einen offensiven Außen haben, auf den man achten muss. Generell schauen die Gastgeber aber auf sich und wollen noch etwas länger oben dran bleiben. Mit 31 Punkten steht Zell als Vierter ganz gut da, der Abstand auf Platz zwei und drei beträgt fünf Punkte, auf Spitzenreiter Irsch sind es acht.

Zwei Akteure, die in der Vorwoche stark spielten, werden aber am Sonntag fehlen: Jürgen Iancu und Moritz Hoffmann sind beruflich verhindert. Iancu hat als Sechser neben Dini Hajdari für Stabilität gesorgt, Hoffmann war als Joker in Buchholz an allen drei Toren beteiligt, eines schoss er selbst per Elfmeter. „Ich bin am Überlegen, wie wir umbauen“, sagt Akin. Eine Alternative für die Startelf ist Randy Paauwe, der sich nach seiner langen Verletzungspause wieder herangekämpft hat. „Er hat seine Chance verdient“, lobt Akin. Wer sich die noch verdient hat, darüber denkt der Zeller Coach noch bis Sonntag nach.

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