Zell verliert 0:1 in Leiwen und tritt auf der Stelle

Leiwen. Die SG Zell/Bullay/Alf kommt in der Fußball-Bezirksliga West nicht von der Stelle. Beim SV Leiwen-Köwerich verloren die Moselaner mit 0:1 (0:0) und stehen weiter auf dem drittletzten Tabellenplatz.

Dass die Gäste immer wieder Lob erhalten nach dem Motto „Ihr seid zu stark, ihr kommt da unten raus“, kann Zells Trainer Özgür Akin so langsam nicht mehr hören: „Das bringt mir überhaupt nichts. Wir bekommen auf die Schulter geklopft, aber haben wieder verloren. Es ärgert mich einfach, dass uns dieses letzte Bisschen fehlt, um die Spiele zu gewinnen. Wir sind nicht aktiv genug und haben nicht diese Geilheit, um das Tor zu machen oder es zu verhindern.“ Letzteres war in der 58. Minute so, als dem Tabellenzweiten der Siegtreffer gelang. Leiwen führte einen Freistoß schnell aus, die Zeller passten nicht auf, und Heiko Schmitt traf für den SV aus acht Metern halbhoch und unhaltbar für Torwart Dominic Materna ins Tor. „Da haben wir gepennt, in dieser Situation müssen alle Spieler gedeckt sein. Passiert da nichts, fährst du mit 0:0 heim. Das tut mir leid für die Mannschaft. Wir haben insgesamt wieder gut gestanden und dann hast du trotzdem wieder so einen Bock drin“, ärgerte sich der Zeller Trainer.

Allerdings hatte Akin auch teilweise vermisst, was er seinen Spielern mit auf den Weg gegeben haben: „Wir wollten mit Diagonalbällen über die Außen was machen, weil Leiwen dort zu knacken gewesen wäre. Aber das haben wir nicht gemacht, stattdessen haben wir es viel zu viel durch die Mitte mit Dribblings versucht. Da haben wir uns immer wieder festgelaufen. Und Leiwens Pascal Lex hat dort fast alle Bälle gewonnen, er war für mich der Mann des Spiels. Wir haben nicht den Fußball gespielt, denn wir spielen wollten.“ Und dennoch hätten die Gäste fast einen Punkt mitgenommen. Viel mehr war nicht drin, denn große Chancen gab es auch nicht. Die zwei besten hatte Markus Boos, aber einmal parierte Leiwens Torwart Sebastian Dahm stark und beim zweiten Mal verzog er aus 25 Metern knapp. Es blieb letztlich beim 0:1 aus Zeller Sicht. Drei Minuten vor Schluss sah Nils Kiesewetter wegen Meckerns Gelb-Rot. Auch das nervt Akin: „Das spürt man die Unzufriedenheit, aber wir müssen diese Meckerei sein lassen. Das ist schon die zweite Gelb-Rote, die wir deswegen bekommen.“ Weiterer Wermutstropfen: Ex-Profi Marcin Staniek bekam einen Schlag aufs Knie und musste zur Pause raus.

Zell: Materna – Binz, Michalski, Staniek (46. Müller), Köhler, Kiesewetter, Budinger (76. Taifun Akin), Kodra, Hajdari, Boos, Wiersch.

Nächste Aufgabe für Zell: am Sonntag (14.30 Uhr) in Bullay gegen Föhren.

 

Quelle: Rhein-Zeitung